Microsoft 365: Abschaltung alter Schnittstellen gefährdet laufende Prozesse

Geschrieben von Pauline Storck | Sep 11, 2026, 7:02:36 AM

 

 Microsoft setzt moderne Sicherheitsstandards durch: Die veraltete Standardauthentifizierung (Basic Authentication per Benutzername und Passwort) sowie ältere Schnittstellen werden schrittweise durch moderne Verfahren (OAuth 2.0) und die zentrale Microsoft Graph API ersetzt.

Das erhöht den Schutz vor Phishing und Kontenübernahmen massiv. Wer bestehende Systeme jedoch nicht anpasst, riskiert plötzliche Prozessausfälle.

Typische Fehlerquellen im Mittelstand

Häufig laufen Hintergrundprozesse jahrelang unbemerkt über alte Anmeldemethoden. Betroffen sind typischerweise:

  • ERP-, CRM- und WaWi-Systeme: Automatisierter E-Mail-Versand von Rechnungen, Angeboten und Benachrichtigungen schlägt fehl.
  • Multifunktionsgeräte: Ältere Drucker und Scanner verlieren ohne Anpassung (oder SMTP-Relay) ihre Scan-to-Mail-Funktion.
  • Eigene Skripte und Schnittstellen: Veraltete PowerShell-Module für Onboarding, Lizenz- oder Benutzerverwaltung funktionieren nicht mehr.
  • Drittanwendungen: Backup-, Dokumentenmanagement- oder Archivierungslösungen benötigen Updates auf moderne Authentifizierung.

Das Hauptrisiko liegt darin, dass viele Unternehmen gar nicht wissen, welche Dienste im Hintergrund noch alte Protokolle nutzen, bis der Dienst blockiert wird.

In vier Schritten absichern

  1. Bestandsaufnahme: Anmeldeprotokolle in Microsoft Entra ID auf Legacy-Authentifizierungen analysieren.
  2. Fachsoftware prüfen: Hersteller kontaktieren und Support für OAuth 2.0 sowie Microsoft Graph sicherstellen.
  3. Scan-to-Mail anpassen: Druckerkonfigurationen prüfen und bei Bedarf auf zertifikatsbasierte Verfahren oder Relay-Dienste umstellen.
  4. Automatisierungen migrieren: Eigene Skripte auf Microsoft Graph PowerShell umstellen.

Fazit

Die Umstellung schützt Unternehmensdaten wirksam, verlangt aber proaktives Handeln. Wer jetzt prüft, verhindert teure Betriebsunterbrechungen.

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